Auf Silkroads unterwegs

Zwei Silkroads in Garzau

Wir radeln nicht mehr utopisch, sondern sind auf der Seidenstraße unterwegs.
Die Fahrradmanufaktur Utopia aus Saarbrücken hatte uns in den letzten Jahren mit schönen Modellen den Horizont für Radtouren geöffnet. Möwe und SilberMöwe waren unsere Reiseräder, stabil, komfortabel, zuverlässig, bevor Ute auf das Silkroad von tout terrain aus Freiburg, wechselte, das erstmals bei unserer LeJog-Tour 2016 zum Einsatz kam und die Premiere virtuos meisterte. Leicht, wendig und sicher!

Die guten Erfahrungen blieben nicht folgenlos. Ich verabschiedete mich von der SilberMöwe mit ihren 28″-Ausmaßen und wechselte ebenfalls zu einem Silkroad (26″ und XL-Rahmen) - vom Chevy zum GT, so erscheint es uns beiden. Das geringere Gewicht hat sich sogar schon positiv bemerkbar gemacht. Bei einem Sturz auf dem schönen Rundkurs Bonn - Ahrweiler fiel das Rad auf mich, machte mich allerdings nicht platt. Danke, Silky!

So sind wir nun gemeinsam auf Rädern gleicher Bauart und Herstellung unterwegs. Warum sind wir überhaupt zu tout terrain gewechselt?

Zunächst einmal: Wir werden älter, und das Rädertragen auf Bahnhöfen, in Unterkünften und anderswo wird herausfordender. Die Silkroad-Modelle sind leichter als die Möwen. Außerdem sind sie etwas kürzer, was den Transport erleichtert, wie wir es live erleben konnten, als wir von John o' Groats nach Inverness unterwegs waren und der Mechanicus erhebliche Schwierigkeiten hatte, das 28er sicher auf dem Heck-Radstäder zu befestigen.

Die Rohloff-Schaltung war ein weiterer Grund für den Wechsel. Nichts rappelt, nichts klackt. Im Vergleich zur Dual-Drive-Schaltung, mit der wir nicht unzufrieden gewesen sind, ist es Stille pur, die uns während des Fahrens begleitet. So ruhig, so, ja, komfortabel, lässt sich fein radeln.

Und schließlich, wenn wir den stromerzeugenden Plug III außer acht lassen, der allein schon ein gutes Argument für Radler mit stromfressenden Geräten (Smartphone, Navigator) ist (wir sind immerhin Stromproduzenten!): das Rad sieht einfach toll aus. Der Gepäckträger ist nicht irgendwie drauf gebaut, sondern ist Teil des Rades - es ist ein kompaktes Gesamtkunstwerk. Das gefällt uns.

Vor kurzem fuhren wir die Räder im Oderbruch auf Fontanes Spuren, und im nächsten Jahr soll die große Tour, erstmals für beide Räder, von Tallinn nach Krakau gehen. Osteuropa hat uns wieder - und wir kommen gewaltig mit den neuen Rädern! Die Routenplanung ist in vollem Gange, wie immer mit BaseCamp. Wir melden uns.

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